Lichteffekt-Ratgeber

Published on November 10th, 2017 | by Konstantin Plich

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Forever Fresnel – Linsenkunde für Anfänger

Linsen braucht jeder – nicht nur der Schwarzwälder isst sie gerne mit Spätzle und Würstchen – auch der Lichtmeister im Theater oder Partykeller kommt um formschön gefertigte Linsen nicht herum. Hier nun eine aufgebohrte (aber nicht hohle) Version der im Artikel über den Eurolite Theaterscheinwerfer gegebenen Linsenkunde.

Verschiedene Linsen für verschiedene Lichteffekte

Linsen kennt jeder, kaum ein Lichteffekt kommt ohne die gestochen scharfe Abbildung von LEDs oder Gobos aus. Jeder Scanner besitzt koncave Linsen, um die Photonen im Innern des Gerätes zu bündeln und schließlich die Gobos auch im Nebel abbilden zu können, etwa ein Gobo mit Löchern als Bündel aus mehreren Lichtstrahlen. Es gibt auch konvexe Linsen, welche das Licht allerdings auseinander treten lassen anstatt es zu bündeln. Sie werden in der Lichttechnik praktisch nicht eingesetzt.

Die koncave Linse hingegen bündelt Licht aufs erbaulichste. V-förmig geht der Lichtkegel vom Lichteffekt und der Linse ab. Es existiert von dieser Linse auch eine matte Version, um die Ränder der Projektion auf der Bühne oder im Nebel etwas zu verwaschen und – bei Scheinwerfern – nicht die Glühwendel der Halogenlampe oder die einzelnen Chips der LED mit abzubilden. Letzteres sieht übrigens kurz hinter der Linse fotografiert so aus:

Deutlich zu sehen ist die concave Linse, welche die dahinter befindlichen LED-Chips in den Farben Rot und Grün, welche erst in der Projektion auf der gegenüberliegenden Wand die Farbe Gelb ergeben werden, einzeln im Nebel darstellt.

Fresnel – nicht nur in Leuchttürmen bewährt

In Leuchttürmen kommt dies berühmte Fresnel-Linse besonders gerne zum Einsatz – aber auch in Theatern lässt sie sich gerne blicken. Im Leuchtturm wie im Showgeschäft weiß man ihre Eigenschaft, gleichzeitig verwaschenes und doch auch parallel gebündeltes Licht zu erzeugen, zu schätzen. Diese abgestufte Linse erzeugt das typische Scheinwerferlicht, welches jeder kennt. Es sieht sehr natürlich aus und kommt ohne scharfe Ränder daher.

Wer viele Scheinwerfer auf einmal einsetzt, kommt um solche Linsen nicht herum, da zu scharf abgetrennte Lichtkegel sehr schnell zu technisch und nach einer überproduzierten Show aussehen. So siehe meine liebste Linse – die gute, alte Fresnel – von Nahem aus (die Projektion im Nebel seht ihr im Titelbild des Beitrages):

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About the Author

Konstantin Plich

interessiert sich bereits seit seinem zwölften Lebensjahr für Lichteffekte. In seiner Freizeit gestaltet er gerne kreative Lichtshows und experimentiert mit Licht, Sound und Stimmungen. Als Gründer des Lichteffekt-Magazins ist er immer offen für neue Entwicklungen in der Lichttechnik.



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