Published on Januar 23rd, 2014 | by Konstantin Plich

Michael Jacksons Lichtshows heizen richtig ein

So traurig die Geschichte des hypersensiblen Tänzers auch ist, und so intelligent die Texte auch sein mögen: Der Rummel um den Sänger Michael Jackson war immer etwas übertrieben – und nicht zuletzt Michael Jackson selbst hat unter seiner extremen Bekanntheit gelitten. Dieser ganze Hype ist sehr amerikanisch inszeniert. Sind die Lichtshows es auch?

Michel Jackson Lichtshow (4)

Der berühmte Lichtdesigner

Michael Jackson engergierte den Lighting Designer Peter Morse, weil er eine Show von Madonna gesehen hatte. Diese Lichtshow hatte Morse inszeniert und Michael gefiel sie. Er beauftragte Morse mit dem Lichtdesign seiner Dangerous-Tour im Jahre 1992 – wohl seine bekannteste Phase und Tour mit all ihren Gerüchten und Skandalen, weshelb diese Tour genauer analysiert wird. Wenn wir an Michael Jackson live denken, so ist es die Tour im Jahre 1992, die in Form eines Konzerts aus Bucharest live im Fernsehen ausgestrahlt und auf DVD gepresst wurde.

Was wir auf der 1992-er Dangerous-Bühne sehen, ist eine perfekt vollendete Inszenierung des Pop-Idols mittels Licht. Das Lichtdesign ist oft sehr stimmig und vor allem die ruhigeren Songs sind gut in Szene gesetzt. Doch die schnellen Nummern finde ich oft zu hell. Durch den Einsatz von Flutlicht verwäscht dann das Lichtbild auf der Bühne. Gerechterweise muss man allerdings sagen, dass auf dieser Bühne viele Choreographien getanzt werden. Damit kein Schritt daneben geht, braucht man nun einmal viel Licht. Leider werden mitunter auch zu viele Effekte gleichzeitig eingesetzt.

Michel-Jackson-Lichtshow-(5

Spezielle Lichteffekte in der Show

Für ein kurzes Gitarrensolo in der Nummer Beat it kommen sogar leuchtendes Fiberglasschläuche zum Einsatz. Man bekommt ganz schön viele Effekte zu sehen. Das ist sicher das Schöne an der Show. Doch an der einen oder anderen Stelle hätte es vielleicht auch etwas weniger getan.

Bleibt nur eines zu sagen: Ein grandioser Tänzer mit viel Herz präsentiert sich in einer Lichtshow, die typisch für die 90er Jahre ist und ganz den Nerv des Publikums trifft. Meinen Nerv trifft sie nicht ganz. Und das ist wirklich schade, denn die stimmungsvollen Songs von Michael Jackson hätten ein stimmiges Lichtdesign verdient gehabt.

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About the Author

Konstantin Plich

interessiert sich bereits seit seinem zwölften Lebensjahr für Lichteffekte. In seiner Freizeit gestaltet er gerne kreative Lichtshows und experimentiert mit Licht, Sound und Stimmungen. Als Gründer des Lichteffekt-Magazins ist er immer offen für neue Entwicklungen in der Lichttechnik.



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