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Lichtshows

Published on Februar 2nd, 2014 | by Konstantin Plich

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Spot an für Mr. Eye: Pink Floyds Lichtshows

Schon Ende der 60er Jahre galten sie als das „Lichtwunder von Cambridge“: Pink Floyd genossen seit eh und je den Ruf einer Band, die nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen ihres Publikums verwöhnte. Bereits im Jahre 1970 stand als zusätzliches Bandmitglied ein Lichtdesigner mit auf der Gehaltsliste der Kombo.

Geschichte der Lichtshow bei PF

Anfangs wurden die Musiker von Pink Floyd mit Scheinwerfern von vorne und unten beleuchtet, sodass sie bunte Schatten auf eine Leinwand hinter der Bühne warfen. Bald schon, noch in den 60ern, ging man dazu über, Dias mit gefärbten Ölen zu füllen. Erhitzten diese Öle sich im Projektor vor der heißen Lampe, so waberten die Öle farbig umher und die ganze Bühne wurde in fließende Farben getaucht. Weiter ging es mit Scheinwerfern, die von unten auf die Becken des Schlagzeugs gerichtet wurden. Jedes mal, wenn ein solches Becken geschlagen wurde, flackerten bewegte Lichtreflexe auf.

Pink-Floyd-Licht-Kreis2

Ölprojektionen als Lichteffekt

Doch wirklich bekannt wurden Pink Floyd Mitte der 70er Jahre nicht für ihre Ölprojektionen und die inzwischen auch gern eingesetzte, drehende Spiegelscheibe im Hintergrund der Bühne, sondern für einen Filmeffekt: Dias und Filme wurden auf eine runde Leinwand in Hintergrund projiziert. Unter Fans ist diese Leinwand als Mr. Eye bekannt und als Lichteffekt nicht mehr aus Pink-Floyd-Shows wegzudenken.

Die runde Leinwand, übrigens zehn Meter im Durchmesser groß, wurde ab der The-Wall-Tour ringsherum mit Scheinwerfern bestückt. 1987 kamen dann bewegliche Scheinwerfer zum Einsatz und die Lichtshows der Band kamen in einem neuen Orbit an. Einstellungen, wo alle Lichter zunächst beim Einstieg in einen Song wie Sorrow nach oben strahlten und quer über das Publikum auf die Bühne schwenkten, waren nicht nur für die damalige Zeit sehr eindrucksvoll. Bewegten die im Kreis angebrachten Scheinwerfer sich synchron, so sahen die Lichtstrahlen aus wie sich öffnende und schließende Irisblenden in Fotoapparaten oder die zuckende Blüte einer Blume. Diese Bühne ist die beste von Pink Floyd – einfach und genial, da der Kreis aus Scheinwerfern 90 Prozent der gesamten Lichtshow ausmacht.



Die große Show 1994

Im Jahre 1994 wurde das noch getoppt: Die während der Shows eingesetzten Laser waren so stark, dass der Luftraum für den Flugverkehr über den Stadionkonzerten gesperrt werden musste. Die Bühne profitierte nicht nur vom wieder eingesetzten Kreis, sondern auch von massenweise hinten am Boden angebrachten Scheinwerfern, die den Nebel über Band und Publikum geisterhaft in immer neue Farben tauchten, ohne dass man die Lichtquelle ausmachen konnte. Diese Show ist das Ultimum an pompöser Lichtzauberei, mir jedoch stellenweise zu überladen und hell. Dennoch haben Pink Floyd in meinen Augen den ersten Preis in Sachen Lichtdesign verdient, wie ihr auch hier sehen könnt:



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About the Author

Konstantin Plich

interessiert sich bereits seit seinem zwölften Lebensjahr für Lichteffekte. In seiner Freizeit gestaltet er gerne kreative Lichtshows und experimentiert mit Licht, Sound und Stimmungen. Als Gründer des Lichteffekt-Magazins ist er immer offen für neue Entwicklungen in der Lichttechnik.



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